Livealbum
Seinen unfassbar produktiven Schnitt von zuletzt zwei Studioalben pro Jahr hält Charley Crockett 2023 wohl nicht mehr. Dafür gibt es mit Live from the Ryman den ersten Konzert-Mitschnitt des Country-Mannes. Guter Deal!
King Gizzard & The Lizzard Wizard haben mit dem monolithischen Live At Red Rocks '22 ein Konzert(e)-Album rausgebracht, nach dem in diesem Metier eigentlich nichts mehr kommen hätte müssen, nichts mehr kommen hätte können…und nun ist da mit Live In Chicago '23 plötzlich der nächste Mega-Brocken.
Spät, aber doch, servieren auch die Metalcore-Überlebenden Misery Signals mit Live in Isolation noch ein Highlight der Pandemie-Streaming-Ära - auf Bandcamp oder als visuell ästhetische Abrissbirne.
Mit Australian Carnage - Live at the Sydney Opera House gibt es nun einen zusammengesetzten Mitschnitt der Auftritte von Nick Cave und Warren Ellis am 16., 17. und 18. Dezember 2022 in Down Under.
Slaughter in First Avenue, das erste Live-Album von Uncle Acid and the Deadbeats, geht satte 86 Minuten in die Vollen und beschränkt sich dennoch auf das Wesentliche - auf die rohe, verschwitzt zurückgelehnte Aura des heavy rockenden Psych-Doom.
„It’s good to be back!“ singt Liam am Ende von Hello, dem Set-Opener von Knebworth 22 (das für dieses dritte Live-Album des Gallagher-Kids aus den beiden Abenden des Wochenendes am 3. und 4. Juni 2022 vor insgesamt 170.000 Fans zusammengeschnitten wurde), einer begeisterten Menge zu.
Live in Pioneertown & Santa Fe kombiniert selektive Ausschnitte zweier Konzerte, die Daniel Rossen im Rahmen seines fabelhaften 2022er Solodebüt You Belong There im Juni und September vergangenen Jahres spielte.
Emma Ruth Rundle hat mit Engine of Hell ein zutiefst persönliches Manifest geschaffen, dem sie sich seit 2021 auch auf Tour in kompletter Ausführlichkeit widmet - festgehalten für die Nachwelt und Allgemeinheit am Roadburn.
Ryan Adams hat die legendären Cardinals zumindest nominell - als Quasi-Allstar-Combo - wieder zum Leben erweckt und spendiert mit Alive: Volume 1 einen allgemeinen Überblick über die Anfänge dieses wohl auch monetär motivierten Neubeginns.
Live At The Cavern: Später, als die meisten anderen, biegen auch The Cribs noch mit dem Mitschnitt eines Corona-Streaming-Events um die Ecke. Physisch limitiert auf 2000 Vinyl-Platten.